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Die Band

TANNTHAL • Die Band

Da sind wir … 

Alte Lieder – dunkle Mystik – neue Wucht

Hallo Ihr Lieben, unser musikalisches Schaffen ist geprägt vom Auseinandersetzen mit alten Liedern, geschrieben in alemannischer Mundart. Oft sind deren Melodien und Ihre Inhalte, welche zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert entstanden sind, in Vergessenheit geraten.
Wir nehmen uns ihrer seit geraumer Zeit an, und so sind unsere Kompositionen und neuen Bearbeitungen immer ein Spagat zwischen einer längst vergangenen und unserer heutigen Zeit.

Dies ist uns bewusst – spannender geht’s grad nicht! Dabei lassen wir die Aussagekraft des Orginaltextes und auch die ursprüngliche Melodieführung weitestgehend unangetastet. Auf diese Weise hauchen wir den von uns ausgesuchten Liedern mit modernen Instrumenten neues Leben ein.

Da alle Bandmitglieder aus dem alemannischen Sprachraum stammen und dort leben, sind uns die alten Texte und deren Aussprache vertraut – aber wie spricht man denn die (!) gesellschaftsfähige alemannische Mundart? Wenn schon bei uns in der Gegend im Umkreis von 20 km das Wort “Marmelade“ drei unterschiedliche Begrifflichkeiten aufweisen kann……vom Schleckle über`s Süessle bis hin zum ….

Wir haben entschieden, der Mundart unserer Region am Rande des Schwarzwaldes treu zu bleiben – so sind zum Beispiel die ein oder anderen Worte aus  „tiefsten“ Schwarzwaldecken in unserem uns vertrauten Dialekt ausgesprochen und gesungen – die alemannischen Dialektologen werden uns verzeihen – es fühlt sich für uns so einfach richtiger an.

Die Inhalte der damals entstandenen Texte, die auch aus dem dem Elsass, der Schweiz und dem Bodenseeraum stammen, sind brandaktuell und präsentieren sich wenig verstaubt. Für das Menschsein hat sich anscheinend seit vergangenen Tagen zu heute wenig geändert.

In den Texten geht es um die uns so vertrauten Begriffe wie Liebe, Schmerz, Neid, Missgunst, Leidenschaft, Abenteuer, Armut, Hunger, Krieg, Not und Zerstörung – damals wie heute.
Ein Lied stammt beispielweise aus dem Jahr 1646 – als auch gerade hier in Süddeutschland der dreißigjährige Krieg tobte. Anscheinend hat die Menschheit gerade bei diesen Themen seit knapp 400 Jahren wenig Sinnvolles dazugelernt. Diese Textaussagen versuchen wir mit unserem heutigen Zeitgeist musikalisch zu interpretieren und ins Jetzt zu bringen, die Hochachtung vor der Tradition und diesen Texten ist uns ein tiefes Anliegen.

Die alten Lieder tragen eine bis zur heutigen Zeit hochbrisante politische oder gesellschaftskritische Aussage in sich – oftmals in Metaphern formuliert, sind sie Manifeste und musikalische Mahnmale zugleich. Sie führen uns aber auch in die Natur, den dunklen Wald, aber auch auf blühende Wiesen, lassen uns das Harz der Tannen riechen, das Moos und das Reisig unter den Füßen spüren, zeigen den badisch-alemannischen Humor mit seinem Spott und seiner Häme, erzählen von glücklichen und unglücklichen Liebesbeziehungen oder öffnen uns die Welt der Mystik und Sagen.

Ihre musikalische Bedeutung und ihren bleibenden anmutigen Wert vor politischem Missbrauch, rassistischer Auslegung und rechtem Gedankengut zu schützen, liegt uns sehr am Herzen.

So begeben wir uns mit euch und diesen neu musikalisch bearbeiteten Liedern auf eine Zeitreise –  aus der Vergangenheit in das Hier und Jetzt.

Gesang , Gitarren, Flöte und allerlei „Geräuschemachendes

Hans vum Thal



Schlagzeuge und Trommeln

Josef Decker

Tasteninstrumente

Michael Gross